Kreuzkirche-KW und Sprengel KW

 

Monatsspruch für Dezember 2022


 Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2022:
„Der Wolf findet Schutz beim Lamm, 

der Panther liegt beim Böcklein. 

Kalb und Löwe weiden zusammen, 

ein kleiner Junge leitet sie.“
Jesaja 11,6 (Einheitsübersetzung)


Mit Visionen ist das so eine Sache. 

Der charismatische Bundeskanzler Helmut Schmidt rät Personen, die Visionen haben, einen Arzt aufzusuchen. Andererseits wäre unsere Kirche ohne tragfähige Visionen für die Zukunft schlecht beraten. Wie wollen wir als Kirche wieder mehr Menschen erreichen und sie für die frohe Botschaft, für das Evangelium, begeistern? Wie bleiben wir relevant in der Gesellschaft und bringen unsere Stimme ein in Debatten, in denen wir etwas Klärendes beizutragen haben?
Vom Propheten Jesaja ist eine Vision überliefert, die einen etwas anderen Charakter hat als das bisher genannte. Sie geht mehr in Richtung Utopie und Traum. Irgendwann herrscht wahrer Friede. Dann leben Raubtiere und ihre potentielle Beute parallel friedlich nebeneinander her. Reißende Wölfe und verletzliche Lämmer, schwarze Raubkatzen und junge Ziegen, Kälber von Rindern und majestätische Löwen koexistieren.
Es ist ein alter Menschheitstraum: Der Traum vom Frieden auf Erden für alle Geschöpfe Gottes.  Er wurde zu allen Zeiten geträumt, der Frieden mit großer und tiefer Sehnsucht erwartet. Und leider haben sich immer wieder Alpträume realisiert und Abgründe aufgetan.  Durch die Geschichte der Menschheit zieht sich eine endlos lang erscheinende tiefrote Blutspur.
Und doch: Wir dürfen niemals aufhören zu träumen. Nicht die Hoffnung verlieren. Nicht aufgeben. Sondern wir alle sollten uns für den Frieden in der Welt und für die gewaltlose Lösung von Konflikten einsetzen.
Und dafür beten. Beten und flehen zu Gott: Gib Frieden, Herr, gib Frieden.
Dann wird die Welt Tag für Tag und Schritt um Schritt zu einem besseren Ort.
Irgendwann wird es dann Realität werden: Gottes Reich. Sein Königreich der Himmel – in dem es keine Gewalt, keinen Hunger und keinen Mangel mehr gibt, sondern nur noch Liebe. In dem ausnahmslos alle Geschöpfe in Harmonie und Frieden miteinander leben.
Eines Tages, am jüngsten Tag wird das Reich Gottes im Ganzen Realität. Vorher blitzt es immer wieder schlaglichtartig in unserer Gegenwart auf. Wir müssen nur hinschauen...
Bleiben Sie zuversichtlich und behütet, 

Ihr Pfarrer Boris Witt.

 

 
 

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